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Ansprechpartner

Martin Polenz

Martin Polenz

Tel.:
02932 / 201-2206

Wichtige Links

Jugendbegegnungszentrum
Peter Radischewski
Ringlebstaße 12
59821 Arnsberg
Tel: 02931/16409
e-mail: info@jbz-arnsberg.de

Beispielhafte Initiative "Projekt ZEITLOS" bekam Besuch aus Berlin

Foto Matthis Dierkes

Über das Projekt "ZEITLOS" - eine beispielhafte Initiative im Dialog der Generationen - informierte sich am 20. Januar 2011 eine Delegation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Berlin im Jugendbegegnungszentrum in Arnsberg.

Ein Expertengespräch mit den Akteuren des Teatron-Theater-Workshops "Alter-was ist das?", mit dem Bürgermeister, der Fachstelle Zukunft Alter und dem Jugendbegegnungszentrum Arnsberg, welches seit drei Jahren mit kreativem Engagement das Projekt "ZEITLOS" realisiert.

Im Dezember 2010 wurde die Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg durch die Bundesinitiative "geben-gibt" mit dem Deutschen Engagementpreis 2010 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung nahm das Bundesministerium zum Anlass, um sich in einem Fachaustausch mit den Akteuren vor Ort über die Philosophie und die facettenreichen und spannenden Konzepte und Initiativen zu informieren.

Mit viel Vergnügen, die Begegnung zwischen Jung und Alt!

Foto Matthis Dierkes

Engagement überzeugte die Gäste

Foto Matthis Dierkes

Das Jugendzentrum präsentierte die Projekte "Kinder zaubern Lachfalten", den "Zirkus der Generationen", die "Marionetten- und Figurenwerkstatt" mit der anschließenden Gala und ihr „Sommeratelier der Generationen“. Dabei stand nicht die Theorie im Vordergrund, sondern die praktische Umsetzung, die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen, die diese Begegnungen zwischen Jung und Alt erst ermöglichen.

Beeindruckt von diesem mit Herzblut geführten Engagement der Kinder und Jugendlichen, bedankte sich Ministerialdirektor Dieter Hackler bei den jungen Akteuren des Jugendbegegnungszentrum Arnsberg für ihren kreativen Einsatz und lud sie spontan zum "Tag der Offenen Tür" in das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nach Berlin ein.

Welch eine Überraschung! Strahlende Gesichter. Die jungen Menschen freuen sich sehr über diese Anerkennung und Wertschätzung ihres Engagements. Damit hatten sie nun wirklich nicht gerechnet. Es motiviert sie, weiterzumachen, sich für die Älteren stark zu machen und dabei zu erleben, dass solch ein Engagagement auch ein Gewinn für sie selbst ist.

Kinder zaubern Lachfalten - eine Philosophie, die Mut macht und zukünftig hoffentlich auch über die Region Arnsberg hinaus Schule macht. Das Projekt „Zeitlos“ ist Partner der Zukunftsagentur/ Fachstelle Zukunft Alter und der Lernwerkstadt Demenz Arnsberg. Es zeigt, dass der Dialog der Generationen gelingen kann, wenn beide Seiten sich ernsthaft darauf einlassen möchten.

Das Projekt wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und durch die BürgerStiftungArnsberg.

Die Aktivitäten im Projekt "ZEITLOS"

Weihnachtsgala des Zirkus Fantastello

Kinder und Jugendliche sind jetzt Klinikclowns

Zirkus Fantastello: Kinder zaubern Lachfalten

Figurentheater lässt die Puppen tanzen

Kunst setzt Zeichen

Mehr Infos zum Projekt ZEITLOS - 2008 bis 2010

Zirkus der Generationen

Ohne Schwachheit gibt es keine Stärke und so manche Potentiale erwachsen aus Erfahrungen mit dem Schwach sein heraus. Umgekehrt haben ältere Menschen einen großen Schatz an Erfahrungen und Talenten, die in der Begleitung und Unterstützung junger Menschen von großem Wert sein können. Durch Ausgrenzung bleibt uns dieser Schatz verborgen. Er eröffnet sich uns nur durch das Hineinholen in das gesellschaftliche Leben. Somit ist „Alter und Demenz" ein Thema, dem sich auch die Kinder- und Jugendarbeit widmen muss, um junge Menschen dafür zu sensibilisieren, damit sie sich zum einen ihrer Verantwortung bewusst und zum anderen auf ihr eignes Altwerden vorbereitet sind. Mit dem Projekt ZEITLOS möchten wir einen Beitrag dazu leisten. Das soll aber nicht durch „Reden über", sondern durch „gemeinsames Tun" erreicht werden. Unsere räumliche Nähe und die guten Kontakte zum Caritas Seniorenzentrum und zur Altentagesstätte im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Liebfrauen sind für das Gelingen des Projektes gute Voraussetzungen.

Kooperationspartner:
Caritasverband: Seniorenzentrum, Altentagesstätte, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gruppen aus der Kirchengemeinde (z.B. Frauengemeinschaft, Familienkreise, Jugendbibelkreis), Marionettentheater FIRO

Projektziele und -partner

  • Sensibilisierung bei jungen Menschen für das Thema Demenz
  • Jung und Alt fühlen sich als generationsübergreifende Gemeinschaft in unserem Sozialraum, in dem beide Generationen Verantwortung füreinander wahrnehmen.
  • Alter und Demenz werden nicht aus unserem gesellschaftlichen Leben ausgeklammert, sondern als Bereicherung, Erfahrungsschatz und Chance in unser Leben integriert.
  • Senioren entdecken ihre Talente und bringen sie mit ihrem Erfahrungsschatz in die Lebensbegleitung junger Menschen ein.
  • Vernetzung mit dem Caritas Seniorenzentrum und der Altentagesstätte in bezug auf Generationsübergreifende Angebote im Jugendbegegnungszentrum (JBZ) Arnsberg
  • Integration und Verselbständigung generationsübergreifender Angebote in das Gesamtkonzept des JBZ
  • Einrichtung eines regelmäßigen Cafés mit Terrasse, in dem Jung und Alt sich begegnen, miteinander reden und spielen.
  • Kinder und Jugendliche aus dem JBZ bereichern mit Aktionen und Besuchen den Alltag der Bewohner des Caritas Seniorenzentrums und der Altentagesstätte.
  • Hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter des JBZ bilden sich in bezug auf das Thema Demenz fort, um ein Leben mit diesem Krankheitsbild besser zu begreifen.

Wer macht mit?

  • Kinder und Jugendliche aus den verschiedenen Bereichen im JBZ, z.B. Kinderzirkus, Kinderstern, Kindertreff, ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, Bootsprojekt Robinson, Treffpunkt
  • Kommunionkinder und Firmlinge aus der Liebfrauengemeinde
  • Kinder und Jugendliche aus dem Sozialraum Alt Arnsberg
  • Eltern und Angehörige
  • Senioren aus dem Caritas Seniorenzentrum und Altentagesstätte (mit und ohne Demenz)
  • Senioren aus dem Sozialraum Alt Arnsberg (mit und ohne Demenz)

Elemente des Projektes

Gemeinsam sind wir stark

Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre und beinhaltet eine Vielzahl von Elementen, die von kleinen Aktionen über ein regelmäßiges Café und Veranstaltungen bis hin zu längerfristigen Workshops reichen:

  • Fort - und Weiterbildung für die Mitarbeiter in diesem Projekt zum Thema Demenuz
  • Zirkusworkshop mit Kindern und Senioren aus dem Caritas Seniorenzentrum
  • Marionettenworkshop mit Kindern und Senioren aus dem Caritas Seniorenzentrum
  • Musiktheaterprojekt mit Kindern, Jugendlichen und Senioren
  • Heiß am Kamin ( 2 x im Jahr)
  • Buchmesse (1 x im Jahr)
  • Kooperation Kinderstern und Sicht
  • Café ZEITLOS
  • Hol- und Bringdienst zu Aktionen im JBZ
  • Aktion: Oma kocht!
  • Aktion: Opa sägt!
  • Aktion: Märchenstunde!
  • Aktion: Alte Spiele - neue Spiele
  • Aktion: Der Kuckuck und der Esel...Wir knüpfen ein Stimmband zwischen Jung und Alt!
  • Aufbau eines Mitarbeiterstamms, der das Projekt nach 2010 weiterführt

Aktivitäten

Mit unserem Kinderzirkus Fantastello hatten wir bereits einige Auftritte im Caritas Seniorenzentrum. Die Idee ist nun, einen gemeinsamen Workshop mit unseren Kindern und den Bewohnern des Seniorenzentrums über einen Zeitraum von mehreren Wochen durchzuführen, der am Ende in einer gemeinsamen Aufführung endet.

Marionettentheater zieht nicht nur die Jüngsten in den Bann. Vor allem auch der älteren Generation sind Kater Mikesch oder Don Blech von der Augsburger Puppenkiste noch bestens in Erinnerung. In Kooperation mit dem Marionettentheater FIRO aus Sundern- Seidfeld entwickeln wir ein Projekt, in dem die Kinder aus dem JBZ und die Bewohner des Seniorenzentrums Marionetten bauen und in einer gemeinsamen Aufführung auf die Bühne bringen.

Musik und Theater sind eine unserer Stärken. Dies möchten wir nutzen und mit Kindern, Jugendlichen und Senioren ein Musiktheater zum Thema Demenz produzieren.

Zwei mal im Jahr wird es am Kamin im Treffpunkt des JBZ die Life - Talkshow „Heiß am Kamin" geben, in der ausgewählte Gesprächspartner mit dem Moderator Dechant Hubertus Böttcher und dem Publikum zu generationsübergreifenden Themen in Gespräch kommen. Zwischen den Gesprächseinheiten gibt es passende Lifemusik.

Die Buchmesse ist eine Idee, die im Rahmen unserer Kinderstern- Redaktionsgruppe entstanden ist. In Kooperation mit der Buchhandlung Houtermann aus Arnsberg werden hier von Kindern und Jugendlichen Bücher auf kreative Weise vorgestellt. Das Thema Demenz soll hier ein Forum erhalten und zudem ist die Einbindung von Senioren in die Gestaltung der Buchmesse geplant.

Kooperation Kinderstern und Sicht: Unsere Kinder und Jugendlichen aus der Kinderstern - Redaktionsgruppe haben sich bereits mit der Redaktionsgruppe der Seniorenzeitschrift Sicht getroffen und regelmäßige Gastbeiträge verabredet. Diese Kooperation soll gepflegt und eventuell ausgebaut werden.

Café ZEITLOS: Hinter dem JBZ gibt es eine Terrasse, die sowohl einen Zugang über unser Internetcafé zum JBZ als auch einen Zugang zur Altentagesstätte hat. In einem Generationen übergreifenden Projekt möchten wir diese Terrasse und den angrenzenden Raum zu dem Café ZEITLOS umgestalten, in dem sich Jung und Alt regelmäßig begegnen, treffen und z.B. zusammen Gesellschaftsspiele spielen können.

Hol- und Bringdienst: In einem Netzwerk gegenseitiger Hilfen möchten wir junge Menschen dafür gewinnen, z.B. Bewohner aus dem Seniorenzentrum, die nicht mehr in der Lage sind, sich allein und ohne Hilfe zu bewegen, zu unseren Angeboten zu begleiten.

Aktionen: Wir mächten Senioren dafür gewinnen, in Form von kleineren Aktionen (z.B. im Kindertreff) ihre Erfahrungen und Talente wieder zu entdecken in die Begleitung junger Menschen einzubringen.

Aus unserer Erfahrung und Überzeugung heraus glauben wir, dass die zukünftigen Herausforderungen an unsere Gesellschaft nur gemeinsam von „Jung und Alt" gelöst werden können. So ist alt werden und Demenz nicht nur eine Aufgabe für Seniorenheime, sondern gehört als Teil zum Leben dazu, den die jüngeren Generationen nicht aus ihrem Alltag ausblenden dürfen. „Du gehörst dazu und bist mit all deinen Schwächen und Gebrechlichkeiten, aber auch Erfahrungen und Talenten wichtig auf dieser Welt" muss das Lebensgefühl sein, das generationsübergreifend in unserer Gesellschaft gelebt wird.